Hillbury - Tauwerk meets Elchleder

Tauwerk und Elchleder treffen bei Hillbury auf Pferdefachwissen und viel Liebe zum Detail.

Das Design ist edel und die Produktion nachhaltig. Die beiden Begründer von Hillbury legen Wert auf Umweltschutz, artgerechte Tierhaltung und hochwertige Produkte. Alles stammt aus der eigenen Sattlerei im Norden Deutschlands - traditionell handwerklich gefertigt. Das Leder wird beispielsweise mit englischem Sattlergarn vernäht und von Hand mit Schablonen geschnitten.

Lara - die Mitbegründerin - hat selbst Pferde, ist ausgebildeter Physioriding-Coach und wünscht sich für alle Pferde gut sitzende und feine Ausrüstung. Deswegen hat sie Hillbury gegründet.

Die Marke Hillbury gibt es seit April 2015. Lara und Helge - die beiden Gesichter hinter der Marke - haben schon feines Hundezubehör. Da Lara aber auch Pferdefrau ist, wollte sie die Erfahrungen aus der Sattlerei nutzen, um auch für Pferde feines, bequemes und pferdefreundliches ZUbehör herzustellen. "Ich wollte genau die Produkte herstellen, die ich selbst für mein Pferd immer lange suchen musste." (Lara) Lara hat von Kindesbeinen an mit Pferden zu tun und besitzt natürlich auch ein eigenes, so wie viele weitere Mitarbeiter bei Hillbury. Pferdewissen sitzt also bei Hillbury in jeder Ecke. Das merkt man den Produkten an - genau wie die Qualität. Wir waren sofort in den Look und die Umsetzung der Pferdedinge bei Hillbury verliebt. Endlich ein feiner und gut sitzender Kappzaum! Wunderschöne und hochwertige Halfter! Passende Führstricke und Longen - alles aus feinstem Elchleder und Rindsleder. Lara von Hillbury erzählt jetzt selbst noch ein bisschen über ihr Herzensprojekt - die Pferdedinge von Hillbury.

Interview mit der Hillbury-Mitbgründerin Lara über klassisches Design, pferdefreundliches Zubehör und umweltfreundliche Produktion

Pferdeflüsterei: Das Label Hillbury steht für… Lara (Hillbury): Hervorragendes Leder, traditionelle Handwerkskunst in der eigenen Sattlerei und exklusive Reitsport-Produkte. Pferdeflüsterei: Der Stil von Hillbury - in drei Worten... Lara (Hillbury): Klassisch (ohne viel Schnick-Schnack), natürlich, elegant.   Pferdeflüsterei: Der Name ist sehr hübsch, aber was bedeutet er eigentlich und wie seit ihr auf ihn gekommen? Lara (Hillbury): Da wir bereits hochwertige Hundeprodukte unter der Marke ‚Dog’s Finest‘ fertigen, war uns klar, dass es ein englischer Name sein sollte. Beim Brainstorming fielen Begriffe wie Natur, Wind, Freiheit – dabei sah ich mich mit meinem Pferd einen grünen Hügel hinauf galoppieren. Diesen ersten Namensbestandteil „Hill“ haben wir mit „bury“ verknüpft, das für uns für das ländliche England steht. Hillbury wird immer genau für diese Kraft und Freiheit des ersten Moments stehen.

Nachhaltigkeit bei Hillbury

Pferdeflüsterei: Pferdefreundliches Zubehör - was bedeutet das für euch? Was sind eure Kriterien?Lara (Hillbury): Am allerwichtigsten ist uns das Leder. Beim Leder machen wir keine Kompromisse. Es muss butterweich und trotzdem robust und reißfest sein. Das Pferd soll sich mit unseren Artikeln wohlfühlen, weil es das softe, anschmiegsame Leder nicht als störend wahrnimmt. Unser Sortiment ist durchweg auf das Wohl des Pferdes ausgerichtet. Ihr werdet bei uns z.B. nie Hilfszügel finden, die das Pferd u.a. in seiner Bewegungsfreiheit einschränken könnten. Pferdeflüsterei: Ihr arbeitet mit Rindsleder und Elchleder - warum Elchleder? Also: Was sind die besonderen Eigenschaften, die euch an diesem Leder reizen?  Lara (Hillbury): Elchleder hat als einziges Leder die wunderbare Eigenschaft, dass es sich nicht nur unglaublich weich, sondern auch warm anfühlt. Man mag es gar nicht mehr aus der Hand legen, wenn man es gefühlt hat. Wir setzen das Elchleder zum einen zur Unterfütterung an den empfindlichen Stellen des Pferdekopfs wie Genick und Nase ein. Und zum anderen bei unseren Zügeln. Der Reiter sollte Zügel in der Hand haben, mit denen eine besonders gefühlvolle Verbindung zum Pferd möglich ist. Handschuhe sind bei unseren Elchleder-Zügeln nicht nötig! Pferdeflüsterei: Leder stammt vom Tier - das ist klar - aber natürlich gibt es auch gute und schlechte Tierhaltung. Spielt die Herkunft des Leders für euch eine Rolle und wie steht es um die Haltung der Tiere, die ihr Leder für Hillbury geben? Lara (Hillbury): Oh ja. Das passende Leder für unsere Produkte zu finden, ist wirklich nicht einfach. Supersoft sollte es sein, dennoch robust und am liebsten in einem kleinen, traditionellen Handwerksbetrieb pflanzlich gegerbt. Denn nur in kleinen Gerbereien kennt der Gerber noch den Rinderhalter und kann sich für die artgerechte Haltung verbürgen. Eine solche Gerberei nach unseren Ansprüchen haben wir in Schweden gefunden. Unser Elchleder stammt von wild lebenden Elchen aus Finnland. Dort werden im Spätherbst einige Tiere geschossen, um Überpopulation zu vermeiden. Das Fleisch wird auf lokalen Märkten verkauft und die Häute werden in der Gerberei besonders schonend zu feinem Leder verarbeitet. Pferdeflüsterei: Der nächste Schritt ist die Gerbung - gibt es da Besonderheiten? Lara (Hillbury): Das Leder wird noch genauso gegerbt wie vor hunderten von Jahren: Die Häute werden mit Eichenrinde in großen Holzfässern rein pflanzlich gegerbt. Da das natürlich gegerbte Leder nach diesem Prozess härter ist als chemisch gegerbtes Leder, erfolgt ein weiterer Bearbeitungsschritt. In diesem wir das Leder mit verschiedenen hochwertigen Fetten und Ölen versetzt, so dass es zu dem weichen Leder wird, welches wir in unseren Produkten verarbeiten.Pferdeflüsterei: Gibt es noch weitere Nachhaltigkeitskriterien, die ihr euch auf die Fahnen geschrieben habt? Lara (Hillbury): Auch bei der Auswahl der weiteren Materialien achten wir stets darauf, dass wir natürliche und nachhaltige Rohstoffe verarbeiten. Das sieht man z.B. auch an unseren Produktschildern aus ökologischem Papier, die wir mit naturbelassenem Sisalband befestigen. In Plastik eingepackte Artikel gibt es bei uns nicht.Tauwerk Kappzaum  Pferdeflüsterei: Besonders an Hillbury ist auch das Tauwerk - warum habt ihr euch für dieses Material entschieden? Wo stammen die Taue her? Lara (Hillbury): Wir haben, wie bei unserem Elchleder, ein Material gesucht, welches weich in der Hand liegt. Bei Standard-Seilen wird meist Polypropylen verwendet. Dieses fühlt sich weder gut an, noch erfüllt es unseren Anspruch an Langlebigkeit. Wir haben uns für ein Tau entschieden, das vor allem im Segelsport verwendet wird. Dieses besteht aus zart schimmernden Polyesterfäden, ist herrlich weich und abriebfest. Der große Vorteil gegenüber Naturseilen ist, dass sich dieses Seil bei Regen nicht mit Wasser vollsaugt und dadurch schwer und unbeweglich wird. Unser Tauwerk wird speziell für uns in einer Seilerei in Deutschland hergestellt.

Der perfekte Kappzaum

Pferdeflüsterei: Ihr habt wunderschöne Halfter, Zaumzeug und Kappzäume - gerade bei letzteren gibt es gute und schlechte Varianten - worauf achtet ihr bei euren Kappzäumen? Sitz? Passform? Was sind die Besonderheiten? Lara (Hillbury): Kappzäume müssen einfach gut sitzen, sonst ist der Zweck einer pferdegerechten Ausbildung nicht gegeben. Daher haben wir uns im Vorfeld viele Gedanken gemacht, wie die Passform und die Materialien beschaffen sein müssen, damit dieser an die sehr unterschiedlichen Nasen angepasst werden kann. Wir haben uns für das dreigelenkige Naseneisen entschieden, welches auch in der Wiener Hofreitschule verwendet wird. Dieses ist nicht zu schwer, hat keine Scherenwirkung und passt sich sehr gut an die Nasenform an. Schließlich haben wir uns noch einige weitere Raffinessen ausgedacht: Ein anatomisch geformtes Genickstück, eine Kinnpolster zur Schonung der Kieferäste, einen mit Elchleder unterfütterten Nasen-/ Stirn-/ und Genickriemen, rostfreie und langlebige Edelstahl-Beschläge oder massive Messingbeschläge und Gebissriemen mit Snaps.

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